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Aufschlüsselung des Breitbandschutzes: Warum Ihr Sonnenschutz ihn haben muss

By Ali Venosa Veröffentlicht am: 28. Juni 2018 Letzte Aktualisierung: Juli 1, 2026
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Wer schon einmal versucht hat, die richtige Sonnencreme auszuwählen , weiß, dass man Stunden damit verbringen kann, die Marken, Inhaltsstoffe und Zusammensetzungen der Hunderte von Produkten zu vergleichen. Viele Eigenschaften der gewählten Sonnencreme sind zwar Geschmackssache, doch bei zwei Dingen sollte man keine Kompromisse eingehen: einem Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 30 und einem Breitbandschutz. (Für längere Aufenthalte im Freien empfiehlt sich eine wasserfeste Sonnencreme mit LSF 50 oder höher.) Die meisten Menschen wissen zwar um die Bedeutung des LSF, unterschätzen aber oft, wie wichtig ein Breitbandschutz ist.

Eine aktuelle Studie belegt die Brisanz dieses Problems: Nur 39 Prozent der befragten Verbraucher gaben an, dass Breitbandschutz ein ausschlaggebender Faktor bei ihrer Kaufentscheidung für Sonnenschutzmittel sei. Zum Vergleich: 79 Prozent der Verbraucher berücksichtigten die Schweiß- und Wasserbeständigkeit eines Produkts, und 75 Prozent den Preis. Die Forscher vermuten, dass viele Menschen nicht wissen, was Breitbandschutz genau bedeutet und daher dessen Bedeutung für ihre Kaufentscheidung unterschätzen. Was also bedeutet dieser Begriff, und warum ist er so wichtig?

UVA und UVB: Eine gefährliche Kombination

Die meisten Menschen, die nach Sonnenschutzmitteln suchen, wissen bereits, dass die ultravioletten (UV-)Strahlen der Sonne schädlich sind. Doch nicht alle UV-Strahlen sind gleich, und das Verständnis ihrer Wirkungsweise auf die Haut erklärt, warum der Schutz vor allen so wichtig ist. Die Sonne produziert drei Arten von UV-Strahlen: UVA-, UVB- und UVC-Strahlen. UVC-Strahlen haben die kürzeste Wellenlänge und werden von der Ozonschicht absorbiert, bevor sie die Erde erreichen. Daher müssen wir uns vor ihnen nicht schützen. UVB- und UVA-Strahlen hingegen durchdringen die Erdatmosphäre und können unsere Haut erreichen.

UVB-Strahlen sind wahrscheinlich das, was einem als Erstes in den Sinn kommt, wenn man an schädliche Sonnenstrahlen denkt. Diese Strahlen sind die Hauptursache für Hautrötungen und Sonnenbrand, verzögern außerdem die Bräunung und tragen zur Hautalterung bei. Die Intensität der UVB-Strahlen variiert je nach Wetter, Tageszeit und Ort. UVB-Strahlen können Glas kaum durchdringen und schädigen hauptsächlich die äußersten Hautschichten.

Während UVB-Strahlen schmerzhafte Sonnenbrände verursachen, sind UVA-Strahlen etwas heimtückischer. UVA-Strahlen machen bis zu 95 Prozent der ultravioletten Strahlung aus, die die Erdoberfläche erreicht. Sie sind tagsüber mit gleicher Intensität vorhanden und können Wolken, Nebel und Glas durchdringen. UVA-Strahlen spielen bei Sonnenbrand eine geringere Rolle als UVB-Strahlen – das bedeutet aber nicht, dass sie ungefährlich sind. UVA-Strahlen sind die Hauptursache für die Bräunung, und jede Bräunung deutet auf DNA-Schäden hin. Diese Strahlungsart ist auch hauptsächlich für vorzeitige Hautalterung wie Falten verantwortlich, da sie tiefer in die Haut eindringt als UVB-Strahlung. UVA-Strahlen sind auch die Hauptstrahlung in Solarien.

Sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen können die DNA der Haut so stark schädigen, dass genetische Mutationen auftreten – die zu Hautkrebs führen können. Der Schutz vor beiden Strahlungsarten ist daher unerlässlich für eine gesunde Haut.

Ein breiter Ansatz

Bis vor kurzem haben Wissenschaftler die Gefahren der UVA-Strahlung nicht vollständig verstanden, daher wurde nicht erwartet, dass Sonnenschutzmittel davor schützen. Als die Forscher mehr Wissen über die Schäden erlangten, die UVA-Strahlen verursachen können, begannen Hersteller von Sonnenschutzmitteln, Inhaltsstoffe einzubauen, die vor ihnen schützen. Unternehmen verwendeten den Begriff „Breitband“, um einen Sonnenschutz zu beschreiben, der sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützt. Es war ein Schritt in die richtige Richtung, aber lange Zeit mussten Hersteller keine Prüfanforderungen erfüllen, um ihr Produkt auf diese Weise zu kennzeichnen, sodass der UVA-Schutz oft begrenzt war. Im Jahr 2011 erließ die FDA neue Vorschriften für die Kennzeichnung von Sonnenschutzmitteln, die vorschreiben, dass alle Sonnenschutzmittel auf dem Markt die FDA-Standards sowohl für den UVB- als auch für den UVA-Schutz erfüllen müssen, bevor sie als Breitband gekennzeichnet werden können.

Das ist aus folgendem Grund wichtig: Der Lichtschutzfaktor (LSF) einer Sonnencreme, auf den sich viele verlassen, um die Wirksamkeit eines Produkts einzuschätzen, gibt in erster Linie an, wie viel ultraviolette (UV-)Strahlung nötig ist, um die Haut bei Verwendung einer bestimmten Sonnencreme (großzügig und gleichmäßig aufgetragen und nach zwei Stunden oder nach dem Schwitzen bzw. Schwimmen erneut aufgetragen) zu röten, im Vergleich zu der UV-Strahlung, die die Haut ohne Sonnenschutz rötet. Ist das Produkt als Breitband-Sonnenschutz gekennzeichnet, schützt es sowohl vor UVB- als auch vor UVA-Strahlen.

Heute können Sie sich auf die Fähigkeit eines Sonnenschutzmittels verlassen, Sie vor UVA- und UVB-Strahlen zu schützen, wenn auf dem Etikett „Breitband“ und ein Lichtschutzfaktor von 30 oder höher angegeben sind. Es liegt jedoch an Ihnen, diese Bestimmung zu einer Priorität zu machen! Tun Sie Ihrer Haut den Gefallen, sie vor beiden schädlichen UV-Strahlen zu schützen, nicht nur vor einer.

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