| Dysplastic Nevi - German |
|
|
|
DYSPLASTISCHE NÄVIMUTTERMALE (NÄVI) UND MALIGNES MELANOMNORMALE MUTTERMALE sind häufig vorkommende braune Fehlbildungen oder Erscheinungen der Haut („Schönheitsflecken“), die bei fast jedem Menschen in den ersten Dekaden des Lebens auftreten. DYSPLASTISCHE NÄVI (atypische Muttermale) sind ungewöhnliche, noch gutartige Muttermale, die einem Melanom ähneln und ein erhöhtes Risiko bedeuten. Das maligne MELANOM ist ein Hautkrebs, der häufig einem unregelmäßig geformten, mehrfarbigen oder entzündeten Muttermal ähnlich sieht. Medizinischen Berichten zu Folge haben mindestens 20 Millionen Weißhäutige in den USA dysplastische nävi und die Hälfte ihrer engsten Verwandten ist möglicherweise ebenfalls betroffen.* Menschen mit dysplastischen Nävi und einer Familienanamnese (zwei oder mehr enge Blutsverwandte) mit atypischen Nävi und malignem Melanom haben ein Risiko von über 50%, bis zum Alter von 60 Jahren ein malignes Melanom zu entwickeln. Andere, die dysplastische Nävi haben, aber keine ausgeprägte Familienanamnese mit malignen Melanomen, haben ebenfalls ein signifikant höheres Risiko für die Entwicklung eines Melanoms als die Allgemeinbevölkerung. Das Risiko liegt bei 6% und ist damit sicherlich hoch genug, um eine Selbstuntersuchung, ärztliche Untersuchungen und einen Sonnenschutz zu rechtfertigen. Diese Broschüre soll Ihnen helfen, dysplastische Nävi zu erkennen und ein malignes Melanom im Frühstadium zu identifizieren, wenn die Heilungsaussichten am besten sind. * Das Nävusdysplasie-Syndrom wird noch untersucht. Der derzeitige Wissensstand wird in dieser Broschüre wiedergegeben. WIRD EIN MALIGNES MELANOM FRÜHZEITIG ERKANNT, BEVOR ES SICH AUSBREITEN KANN, IST ES IN DER REGEL DURCH EINEN EINFACHEN CHIRURGISCHEN EINGRIFF HEILBAR. WIRD ES VERNACHLÄSSIGT, KANN DER KRANKHEITSVERLAUF TÖDLICH ENDEN. Wenn Sie ein in dieser Broschüre beschriebenes Warnzeichen bei sich selbst oder bei einem Familienmitglied feststellen, suchen Sie bitte so schnell wie möglich einen Dermatologen oder einen anderen Arzt auf, der sich mit der Diagnose und Behandlung von Hauterkrankungen auskennt. NORMALE MUTTERMALE IM VERGLEICH ZU DYSPLASTISCHEN NÄVINORMALE MUTTERMALEDiese Muttermale sind weit verbreitet und ein junger Erwachsener weist im Durchschnitt etwa 25 Muttermale auf. FORM: symmetrisch, rund oder oval RAND: regelmäßig, scharf umschrieben und gut abgegrenzt FARBE: normalerweise ein oder zwei hellbraune Schattierungen, braun oder hautfarben DURCHMESSER: normalerweise kleiner als 0,5 cm (ein Radiergummi an einem Bleistift reicht aus, um es zuzudecken) LOKALISATION: konzentriert auf der lichtexponierten Haut des Gesichts, Rumpfes, der Arme und Beine AUFTRETEN: in der Regel in der frühen Kindheit bis Mitte 20 EINHEITLICHKEIT: sie ähneln einander
DYSPLASTISCHE NÄVIDas Erkennen solcher Nävi ist leichter, wenn man den Strahl einer hellen Lampe dicht an die Haut heranführt. Sollten einige der folgenden Merkmale von dysplastischen Nävi auf eines Ihrer Muttermale zutreffen, dann gehen Sie bitte zum Arzt. FORM: häufig asymmetrisch; die eine Hälfte ist deutlich verschieden von der anderen RAND: unregelmäßig oder undeutlich; das Muttermal scheint allmählich in die umgebende Haut überzugehen FARBE: unterschiedlich und unregelmäßig mit wahllos verteilten hellbraunen, braunen, dunkelbraunen oder schwarzen Tupfen (manchmal auch umgeben von einem rosafarbenen Rand) DURCHMESSER: größer als normal – 0,6 cm bis 0,8 cm oder größer LOKALISATION: meist auf Rücken, Brust, Bauch und an den Extremitäten; kann auch an normalerweise nicht lichtexponierten Körperstellen auftreten (wie z.B. am Gesäß, im Lendenbereich oder an den Brüsten) (Weitere Merkmale auf Seite 5.)
WACHSTUM: Das Wachstum eines zuvor unveränderten Muttermals oder Auftreten eines neuen Muttermals nach dem Alter von 25 Jahren sollten Verdacht aufkommen lassen OBERFLÄCHE: Die Mitte kann flach oder erhöht sein, mitunter sind winzige „knotige“ Erhebungen zu sehen AUSSEHEN: stark unterschiedlich; dysplastische Nävi sehen oft ungewöhnlich aus und unterscheiden sich von einander ANZAHL: Es können vereinzelte bis zu mehr als 100 dysplastische Nävi vorkommen; viele Muttermale bilden ungeachtet ihrer Farbe oder Art einen Risikofaktor für ein malignes Melanom JE GRÖSSER DIE ZAHL DER MUTTERMALE, DESTO HÖHER DAS RISIKO, AN EINEM MALIGNEN MELANOM ZU ERKRANKEN. Warten Sie nicht, bis ernste Warnzeichen auftreten, wie z.B.:
WENN MUTTERMALE ZU EINEM MALIGNEN MELANOM WERDENDas maligne Melanom ist ein Karzinom, das aus den Pigmentzellen der obersten Hautschicht oder aus ähnlichen Zellen entsteht, aus denen auch Muttermale (Nävi) hervorgehen. Nach einiger Zeit – d.h. nach Monaten bis Jahren – beginnt dieser Hautkrebstyp in tieferen Hautschichten zu „wurzeln“. Einige dieser mikroskopischen Ausläufer können dazu führen, dass sich neue Tumoren in lebenswichtigen Organen des Körpers ansiedeln (Metastasierung). Bei Menschen mit dysplastischen Nävi und einer Familienanamnese mit Nävusdysplasie und alignen Melanomen, tritt das Karzinom oft bis zum 30. Lebensjahr auf und gelegentlich trifft man es auch bei Teenagern an. Bei Personen, die dysplastische Nävi aufweisen, ohne Familienanamnese mit Nävusdysplasie und malignen Melanomen liegt das Durchschnittsalter für die Entstehung eines malignen Melanoms bei Mitte 40. Die Inzidenz des malignen Melanoms in den USA steigt rascher als die irgendeiner anderen Krebsart. 1980 lag das Risiko, im Lauf des Lebens an einem malignen Melanom zu erkranken, bei 1:250. Sollte sich der Trend zur Melanomentstehung fortsetzen, ist für das Jahr 2000 bereits ein Risiko von 1:75 anzunehmen. Glücklicherweise ist das maligne Melanom einer der am leichtesten zu erkennenden und am leichtesten zu heilenden Tumoren, WENN ER FRÜHZEITIG ERKANNT UND BEHANDELT WIRD. Ist der Tumor bereits so weit fortgeschritten, dass er metastasiert, ist die Prognose (Heilungsaussicht) sehr schlecht. Mitunter ist es schwierig, zwischen dysplastischen Nävi und einem malignen Melanom im Frühstadium zu unterscheiden. Um diesen Unterschied feststellen zu lassen, muss der Arzt das gesamte Muttermal entfernen und im Labor feingeweblich untersuchen lassen.
WIE KANN MAN SEINE FAMILIE UND SICH SELBST SCHÜTZEN?Der beste Rat ist: „Schützen Sie Ihre Haut.“ Schärfen Sie jedem Familienmitglied ein, die gesamte Haut regelmäßig zu untersuchen, um das Risiko für das Fortschreiten eines malignen Melanoms zu einem lebensbedrohlichen Stadium auf ein Minimum zu beschränken. Risikofaktoren sind: helle Augen, Haare und Haut; Sommersprossen; viele Muttermale; eine persönliche Anamnese oder Familienanamnese mit malignem Melanom oder einem nicht melanomartigen Hautkarzinom; Empfindlichkeit gegenüber Sonnenbestrahlung; schlechtes Bräunen der Haut; häufige Sonnenbrände, Muttermale (ab der Geburt) und dysplastische Nävi. Alle Personen mit einem erhöhten Melanomrisiko sollten folgendes berücksichtigen:
DENKEN SIE DARAN, DASS BEI EINEM „MUTTERMAL“, DAS SICH IN GRÖSSE, FORM ODER FARBE ERHEBLICH VERÄNDERT UND EINEM „MUTTERMAL“, DAS SYMPTOME WIE JUCKEN ODER BRENNEN VERURSACHT, DER VERDACHT AUF EIN MALIGNES MELANOM BESTEHT.
VORSCHLÄGE FÜR PERSONEN MIT DYSPLASTISCHEN NÄVIWenn Ihr Arzt den Verdacht auf dysplastische Nävi hat, können ein oder auch mehrere Muttermale vollständig entfernt und von einem Pathologen feingeweblich unter dem Mikroskop untersucht werden. Die Entfernung der Muttermale erfolgt durch einen kleinen chirurgischen Eingriff, den man als „Exzisionsbiopsie“ bezeichnet. Es ist nicht notwendig, alle dysplastischen Nävi zu entfernen. Wenn die Muttermale sich verändern oder Anzeichen für ein malignes Melanom zeigen, oder wenn im Erwachsenenalter neue Muttermale erscheinen, kommen diese für die Exzision, die der Arzt vornimmt, in Frage. Bestätigt sich die Diagnose der Nävusdysplasie durch die mikroskopische Untersuchung, ist folgendes ratsam:
DENKEN SIE DARAN: FRÜHZEITIGE DIAGNOSE + SOFORTIGE ENTFERNUNG = HEILUNG.Originaltext und Fotos von Prüfungsausschuss: |